Liebe Familie, Freunde, Kommilitonen, Pultnachbarn, Verwandte, Bekannte und sonstige interessierte Leser!
Auf dieser Seite könnt ihr meinen Auslandsaufenthalt in Oklahoma mitverfolgen.

Sonntag, 2. September 2012

Gesunde Ernährung, yes!

Was will man mehr? Sonntag Nachmittag, die Sonne am Pool genießen und dazu eine gesunde Vitamin-C-Bombe!  Der Biss in eine frische, süße, reife Erdbeere!


...hmm, lecker!


Schon erstaunlich/erschreckend/erfahrenswert, was man doch alles unter dem Namen
"Strawberry - real fruit"
 verkaufen kann! Doch nach einem ersten, optischen Schock ist das Geschmackserlebnis gleich dreifach so gut. Es schmeckt wirklich nach gesunder, ungezuckerter Erdbeere  :D

Samstag, 1. September 2012

(M)ein Cello und ich!

Eine kleine Story bin ich euch noch schuldig!
Denn wo kommt denn plötzlich - endlich! - das Cello her???

...tja, es ist das Ergebnis erneuter unbegreifbarer Hilfsbereitschaft! Schon vor einem Jahr, als ich begann, mein Auslandssemester in Oklahoma zu organisieren, fragte ich in einer E-Mail meine OU-Advisorin, ob ich mir an der Uni ein Cello leihen könnte. Sie leitetet meine Anfrage an den Celloprofessor der Uni, Jonathan Ruck, weiter und teilte mir mit, ich solle mich direkt an ihn wenden, er würde meine Kontaktaufnahme erwarten.
Er vericherte mir damals, dass dies kein Problem sei, notfalls würde er mich ins Auto packen und in Oklahoma einen Geigenbauer aufsuchen! Kann man das glauben? Kaum.

Woche 1 at OU...
...vereinbarte ich eine Sprechstunde mit dem Celloprofessor, um auf Worte Taten folgen zu lassen. Mich erwartete ein ganz toller Mensch, der bereit war, alles in seiner Macht stehende für mich zu tun, um mir ein Cello zu organisieren! Und dass, ohne mich zu kennen, ohne je einen Ton Cello von mir gehört zu haben aber mit dem Wissen, dass ich nicht Musik studiere. Ich erhielt sofort eine kleine Führung durch die "Musikhochschule" und Kontaktdaten für die Verantwortlichen von Schließfächern für Instrumente, Leihinstrumenten und Proberäumen.

2 Tage später...
... erhielt ich die persönliche Nachricht des Celloprofessors, dass leider in diesem Semester alle Celli gebraucht werden. Aber er habe schon alle umliegenden Instrumentenverleihe im Staat angerufen, Preise verglichen und am anderen Ende Oklahomas City eine Option für mich gefunden. 150$ für das komplette Semester hat er beim Geigenbauer für mich ausgehandelt! Da kann man wirklich nicht meckern...."Do you think this would work for you? If so, I can pick up the cello for you in Oklahoma City. I'm sorry this has become complicated. Hopefully we can resolve the issue quickly."
Der Wahnsinn! Ich bedankte mich bei ihm und teilte ihm mit, dass ich das für den Preis auf jeden Fall machen würde, wenn es keine andere Möglichkeit gibt.

Weitere 2 Tage später...
..."Dear Astrid,
I think I have found another solution for your cello dilemma. One of my students has an extra cello and he has agreed to lend it to you for the semester. The only problem is that his other cello is currently being repaired, so this may mean you need to share the one instrument for a while."
Für mich wurde der ganze Aufwand, der schon für mich betrieben wurde, immer unglaublicher!

Happy End...
...nun teile ich mir das Cello mit einem amerikanischen Studenten, der Komposition studiert. Er fährt mir das Cello vorbei und holt es in meinem Appartment wieder ab, wenn er es selbst zum üben braucht. Sein Hauptinstrument ist nächste Woche wieder da, sodass ich dann sein Zweitinstrument ganz für mich habe.


Ich selbst gehe nun jeden Dienstag in die Orchesterprobe des OU Civic Orchestras...was allerdings qualitätsmäßig eher eine Spaßveranstaltung ist. Das Sinfonieorchester der Hochschule selbst probt jedoch 3 mal 3 Stunden pro Woche, was ich mir zeitlich dann doch nicht zumuten möchte! Schließlich gibt es ja noch so viel zu erleben!

Schwach geworden bin ich allerdings bei dem Angebot, in diesem Semester Cellounterricht zu nehmen. Jonathan Ruck will mir auch noch ein Kammermusik-Ensemble zusammenstellen, wenn ich schon nicht im großen Sinfonieorchester mitspielen kann...ein klares nein dagegen habe ich noch nicht über die Lippen bekommen.
Mittlerweile hatte ich meine erste Cellostunde bei Jonathan Ruck, die mich von Kopf bis Fuß erfüllt hat! Ich bin absolut begeistert. Es ist ein unglaubliches Gefühl: 60 Minuten konstruktive Arbeit, absolut kompetente Anleitung zu Ton, Technik, Artikulation, ...! Es ist eine fantastische Möglichkeit für mich, die ich mir nicht nehmen lassen konnte. Dass es dann gerade noch ein wirklich großartiger Mensch ist, der mir hier begegnet, ist absolutes Glück. Jonathan Ruck, ehemaliger Assistent des Virtuosen Janos Starker, Solocelist der Oklahoma City Philharmonic und besonders bekannt für die Mitwirkung in Kammermusik-Ensembles Nordamerikas!!!

Dankeschön!

Vielen Dank für die vielen Gückwünsche zu meinem Geburtstag! Ich habe mich sehr gefreut, dass so viele an diesem Tag an mich gedacht haben! Darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut. Allgemein danke ich an dieser Stelle auch einmal für das rege Interesse an meinem Blog und den gelegentlichen Nachrichten aus der Heimat!

Der obligatorische Gruß von Eichhörnchen zu Eichhörnchen!

Mein Geburtstag begann zunächst angenehm bescheiden, neben einem kleinen Geburtstagsgruß der Familie bestand meine Geburtstagspost aus dem Ergebnis meines Tuberkulosetests, den ich hier in der ersten Woche machen musste: negativ. Und hätte ich gewusst, dass ich auf die amazon-Lieferung so lange warten musste, hätte ich bei der Bestellung angegeben, dass sie als Geschenk verpackt werden soll :-) denn auch mein Buch "Statistical Methods in the Atmospheric Scinces" ist am Mittwoch endlich angekommen.

Die große Geburtstagsüberraschung kam, als ich eine SMS von einem amerikanischen Studenten bekam, dass er mir sein Cello vorbeifahren könnte!

Na, wenn das mal nicht ein Cello ist!

Ich hatte einen sehr schönen Tag. Der Nachmittag am Pool in der Sonne ließ schnell den Ärger über meine "Lieblingsvorlesung" vergehen und das Cello machte den Tag perfekt. Eigentlich habe ich in diesem Jahr nicht an große Geburtstagsüberraschung geglaubt, aber Überraschungen, mit denen man nicht rechnet, sind ja bekanntlich die einzig wahren! Abends habe ich dann noch gemütlich mit Freunden zusammengesessen und den Tag ausklingen lassen. Richtig gefeiert wird noch mal am Wochenende, also jetzt!

Meine Gasteltern haben mich gestern Abend zum Essen eingeladen und sind anschließend mit mir in das Eröffnungskonzert der Orgelkonzertserie der Mildred Andrews Boggess Memorial Organ gegangen.

Blick auf die Orgel im Catlet Music Center.

Ich bin sehr glücklich, Nancy und Gan als Gasteltern zu haben. Sie sind total freundlich und sind fast wie auf mich zugeschnitten. Gan selbst war längere Zeit Nachrichtenreporter und ist viele Jahre als Stormchaser in Amerika unterwegs gewesen, zwei Tornados hat er aus nächster Nähe beobachten können. Nancy hat Mathematik, Klavier und Orgel studiert und hat bis vor 15 Monaten am Department für Mathematik der University of Oklahoma Vorlesungen gehalten, zuletzt besonders im Bereich der Statistik.

Dienstag, 28. August 2012

Wochenende: Party, Host Family, super...!

Nach der ersten Woche Vorlesungen folgte ein super Wochendende! Am Freitag war zunächst eine super Party bei Kaytlin, einer amerikanischen Meteorologin, die das vergangene Semester ein Auslandssemester in Hamburg gemacht hatte. Neben den Austauschstudenten aus Reading und vielen amerikanischen Meteorologiestudenten lernte ich zahlreiche Trinkspiele kennen.
Zwischen 4.00 und 5.00 Uhr nutzte ich zusammen mit den UK-Studenten zum ersten mal Safe-Ride. Nach einem Anruf und einer kurzen Wartezeit wurden wir von einem kleinen Bus abgeholt, der uns dann, wie in der Orientation Week angekündigt, bis vor die Haustür fuhr. Was ein Service!
Nach einem langen Schlaf zog ich in die Sonne an den Pool. Abends ging es dann mit den Meteorologen nach Oklahoma City zu "Bobo's", einer Art Imbissbude, die man angeblich einmal erlebt haben sollte. Und, ganz wichtig: Mit Honey!!!! Bei mir soll es auf jeden Fall das letzte Mal gewesen sein, dass ich diesen Imbiss genutzt habe...totally super smokey fried chicken. So smokey, dass ich mir nicht sicher war, ob ich nicht vielleicht gerade einen fritierten Zigarettenstummel statt eines Hühnerknochen in der Hand halte. Danach ging es erst einmal unter die Dusche, weil wirklich alles von oben bis unten somkey roch...und das, obwohl wir das chicken nicht an der Imbissbude, sondern bei Kaytlin verzehrten.

Der Sonntag selbst verlief ebenfalls ruhig und unspektakul
är. Am Abend lernte ich meine Gasteltern kennen. In der Orientation Week hatte ich mich für eine Gastfamilie beworben und bei Hobbies und wichtigen Anmerkungen unter anderem meine Allergien angegeben...keine Sorge, nur die absolut wichtigen :)
Nun wurde ich von Gan und Nancy als host-daughter aufgenommen. Besonders viel weiß ich noch nicht über sie. Sie sind allerdings sehr nett, beide über 60, haben KEINE Haustiere, fantastisch, und sind sehr unternehmensfreudig. Neben meiner Wenigkeit haben sie noch zwei französische Studenten aufgenommen. Gan freut sich sehr, dass ich aus Deutschland komme, so kann er ein paar Worte Deutsch ins Gedächtnis zurückrufen. Als er in der Army war, war er lange in Deutschland.
Am Sonntag lud uns das Ehepaar zum Eis ein, selbstgemachtes Eis! Und da die beiden über meine Milchallergie Bescheid wussten, haben sie natürlich extra für mich noch "Italienisches Eis" gemacht, wie sie es nannten.
Morgen wollten meine host-parents eigentlich mit mir einen Tagesausflug in einen Naturpark machen, leider habe ich mittags allerdings Vorlesungen, deshalb musste ich leider absagen. Als Trost werden sie nun am Freitag mit mir ein Konzert besuchen! Super :-)

Weitere Pläne sind zum Beispiel ein Tagesausflug am Labor Day (nächsten Montag) in das "Wichita Mountains Wildlife Refuge", ein Refugium von knapp 240 Quadratkilometern, was zu den sehenswertesten Orten Oklahomas zählt. Ich freue mich schon auf die Prärie, Longhorns und Buffaloes! Auch ein Footballspiel steht auf dem Plan für das Semester. 
Es ist einfach unglaublich hier. Und so langsam kann man den Worten teilweise glauben, welche die Präsidentin für internationale Studenten während der Begrüßung am ersten Tag an uns richtete: Wilkommen in Oklahoma! Wilkommen an unserer Universität! Wilkommen in der OU-Family! Wir freuen uns alle, dass ihr zu uns gekommen seid und werden alles dafür tun, dass eure Zeit hier bei uns unvergesslich wird. Wir sind jeder Zeit für euch da und wollen, dass ihr hier die beste Zeit eures Lebens habt!

Ok, für mich haben diese Worte an jenem Tage getrieft vor amerikanischen Stolz. Aber die Bemühungen, jedem Einzelnen gerecht zu werden und eine unvergessliche Zeit zu bereiten, sehe ich jeden Tag. Natürlich liegt es auch an einem selbst, inwiefern man sich hier auf dem Campus integriert und die Angebote annimmt. Doch das muss jeder selbst wissen.

Freitag, 24. August 2012

Fiedler's Extended

Nur, weil ich gerade sehr lachen musste, als ich auf folgende Frage gestoßen bin und ich meine Freude gerne teile:


If the Oklahomans were all pureed into slurry, how many Lloyd Noble Centers could they fill? (You will need to make several estimations here. An image of LNC may help: http://en.wikipedia.org/wiki/Lloyd_Noble_Center . The length of an NCAA baketball court is 28.65 m.


...OK...wer Spaß an dieser Art von Knobelaufgaben hat, soll sich nur melden, wir können uns meine Hausaufgaben auch gerne teilen  :-)

Donnerstag, 23. August 2012

Semesterstart

Am Montag hat das Semester angefangen und mittlerweile hatte ich meine ersten Vorlesungen. Generell läuft der Uni-Betrieb hier sehr anders ab. Eine Vorlesung dauert nur 50 Minuten, findet jedoch drei mal pro Woche statt (für 3 amerik. Credits). In jedem Fach werden insgesamt 3 Prüfungen geschrieben, zwei im Semester und eine große in der letzten Vorlesungswoche. Neben den Prüfungen fließt in die jeweilige Abschlussnote außerdem die Mitarbeit und die wöchentlichen Hausaufgaben ein.

Der Professor zu "Tropical Meteorology"  sieht genauso aus, wie man sich einen Tropenmeteorologen vorstellt und sein Auftreten unterstützt dies. Nachdem wir zunächst ausführlich aktuelle Satellitenbilder analysiert haben ein besonders Augenmerk auf ISAAC gelegt haben (http://www.nhc.noaa.gov/graphics_at4.shtml?5-daynl#contents), wird es in den folgenden Vorlesungen vor allem um El Ninjo/La Ninja gehen.

In "Statistical Meteorology" sitzen wir nur zu zehnt. Der Professor ist absolut klasse. Alles in allem ist dies vorerst die beste Vorlesung, die ich hier höre.

"Climate und Radiation"  war eigentlich mein Favorit, stelt sich aber als absolute Nullnummer dar. Ich habe noch keine Verbindung zwischen der Meteorologie und dem Vorlesungsinhalt herstellen können. Viel eher kommt es mir vor, als würde ich in einem Kurs für amerikanische Allgemeinbildung, Ernährungs- oder Energiewissenschaften sitzen. Dies ist sehr schade, da ich mir sehr viel mehr von der Vorlesung erhofft habe. Während die erste Vorlesung wie eine Quizshow wirkte, in der der Professor überprüfte, was seine Studenten denn alles so wissen (mit der Randbemerkung an europäische Austauschstudenten: "Welcome to America" oder "Welcome to the uncivilized society"), wurden in der zweiten Vorlesung schon etwas härtere Maßnahmen ergiffen. Wie ich später von den Amerikanern erfahren konnte, hatte das, was sich hier abspielte, schon sein Namen:

"Fiedler's Game of Shame"

Spieldauer: 50 Minuten (oder: eine komplette Vorlesung lang).
Anzahl der Spieler: alle Studenten in der Vorlesung + Professor Fiedler
Spielführer: Prof. Fiedler
Ablauf: Fiedler zieht aus der Tüte magischen Inhalts einen Papierstreifen und liest den daraufstehenden Namen eines Studenten vor. An diesen Studenten richtet Prof. Fiedler nun eine Frage, die im Folgenden beantwortet werden muss.
Regeln: 1. Fiedler kann die Identität des auserwählten Studenten anhand des mit auf dem Papierstreifen abgedruckten Fotos überprüfen. 
2. Der Student MUSS sofort antworten und darf bei der Beantwortung der Frage keine Hilfsmittel  hinzuziehen.
3. Wenn der Student die Frage nicht beantworten kann, wandert der Zettel zurück in die Tüte. Weitere Strafmaßnahmen vorbehalten!
4. Prof. Fiedler ist es freigestellt, wie er weiterverfährt, sollte der Student die Frage richtig beantworten. Zum Beispiel: Den Namen des Studenten von alle folgenden Spielrunden erlösen und den Papierstreifen in den Müll werfen oder aber eine neue Frage stellen, in der Hoffnung, dass der Name des Studenten danach wieder zurück in die Tüte wandert...
Ziel des Spieles: Für Studenten: nicht gezogen zu werden.
Für Prof. Fiedler: ???

Nun ja, ich konnte mich bisher glücklich schätzen und war auf der Seite der Gewinner, d.h. wurder noch nicht gezogen. Wie gut, dass die Vorlesungen NUR 50 Minuten lang sind und gerade in dieser Vorlesung ein paar mehr Studenten sitzen...

Um die Absurdität noch etwas auf die Spitze zu treiben, hier ein paar Beispiele aus seinem Fragenkatalog:

What is the power of a microwave?
What is the power of a Car?
How does the energy density of olive oil compare with gasoline?
What is the efficiency of muscles to do work for walking uphill?
Americans typically drive 12,000 miles per year. Assuming they drive alone in cars that get 30 miles per gallon, what fraction of their power needs is devoted to combustion in their automobiles?

Ok...zugegeben, es gibt schon einen gewissen Kontext, in dem die Fragen zueinander stehen, aber schon die zweite Vorlesung damit zu füllen, passt mir nicht wirklich!
Aber, man soll ja immer positiv denken. In diesem Fall heißt der Gedanke wohl: Es kann nur besser werden!


Meine Anschrift

Astrid Eichhorn
K106B
2730 Chautauqua Ave
Norman, Oklahoma 73072-7700

Sonntag, 19. August 2012

Kleiner Besuch im Football-Stadion

Heute hat mich das Free Food ins Football-Stadion gelockt. Außerdem konnte ich erneut bei einer Probe der OU Brass Band zuhören.


Ich habe mich gut eingelebt, bin mittlerweile im Besitz von Handy und Fahrrad, jetzt fehlt nur noch ein Notebook zu meinem Glück^^
 
Morgen habe ich die ersten Vorlesungen im National Weather Center! Am Abend werde ich noch in ein Orientation-Meeting eines der zwei Sinfonieorchester der Uni gehen. Denn wenn alles nach Plan läuft, kann ich mir hier ein Cello leihen und außerdem endlich mal wieder Cellounterricht bekommen. Genau herausstellen wird sich dies am Dienstag, dort habe ich eine Sprechstunde bei dem Celloprofessor...!

Boomer Sooner!

Tag 4 der Orientation Week, Donnerstag, der 16. August, wurde von Studenten der Uni gestaltet. Auf der Tagesordnung standen "Campus Spirit", "OU Student Life" und "Culture of OU". Alles in allem ein sehr lustiges Programm!


Und schnell wurde einem bewusst, was diese Uni neben Qualität ausmacht. Tradition, Internationalität und Gemeinschaft: "Welcome to the OU Family!"

An diesem Tag lernten wir, wie in Oklahoma getanzt wird. Der Hörsaal wurde abgedunkelt und die Anlage wurde bis zum Anschlag aufgedreht.


Nach diesem worming up (morgens um 10 Uhr) folgten chants, feierliche Gesänge und Fangesänge der Uni, die man auf jeden Fall können muss, um im Stadion oder bei Feierlichkeiten nicht negativ aufzufallen.

Boomer Sooner! (College Fight Song).

Oklahoma! (State Song).



The OU Chant.

Alle Studenten in OU sind stolz, Studenten dieser Universität zu sein! Viel von der Atmosphäre, in die OU Familz aufgenommen zu werden, bekam man auf der Eröffnungsfeier der Universität mit. Meine eigene Eröffnungsfeier an der Universität Hamburg habe ich als nichtssagend in Erinnerung. Kein Vergleich also zur OU Convocation im Lloyd Noble Center, wo ein professionelles Brass-Quintett den feierlichen Einzug des Präsidenten mit Chorälen musikalisch untermalt und eine kleine Gruppe der OU Band zum Ausgang die OU Hymnen schmettert, zu der sich das Publikum erhebt und aus voller Kehle mit einstimmt (natürlich mit ausgestrecktem rechten Arm und Zeigefinger, denn: There is only ONE Oklahoma!).







 
Bei meinem ersten Fußballspiel am Donnerstag Abend im Stadion, Oklahoma gegen Nebraska, und gestern beim Volleyball-Testspiel hatte ich die nächste Chance, mich im Singen der Chants zu üben! 


Ein hier sehr wirksames Werbemittel, viele Leute zu einem Event hinzuziehen, ist das Ankündigen von Free Stuff! oder noch besser: Free Food! Mittlerweile bin ich schon im Besitz von 6 OU-T-Shirts, 4 Sonnenbrillen, Kugelschreibern, Picknickdecke, Essensgutscheinen, allerlei Kleinkram und habe in den 7 Tagen, die ich nun hier bin, noch nicht selber kochen müssen :-)

Geweckt wurde ich gestern (Samstag) von der OU Band, die ca. 1 Meile weit weg von mir auf einer großen Wiese für ihren Auftritt im Football-Stadion übte, begleitet von einem lauten Metronom...auch hier wurde die Probe mit dem gemeinsamen Singen des OU-Chants beendet.


Eine Hälfte der Band...sie ist zu groß für ein Foto.

Herrlich! Die zwei Dirigenten auf der Leiter.

Probenende: OU Chant.





Samstag, 18. August 2012

Regeln und Gesetze vs Angebote und Möglichkeiten

Dienstag und Mittwoch der Orientation Week bekamen alle internationalen Studenten eine Einführung in die Regeln und Gesetze Oklahomas und speziell der Universität. Und davon gibt es nicht zu wenige.
Alleine eine Internetverbindung herzustellen, stellte sich als ein aufwändiger Akt dar. Zwar gibt es ganz hervorragendes WLAN auf dem kompletten Campusgelände, doch um dieses nutzen zu können, muss man sich erst durch allerlei Copyright-Bestimmungen und -Informationen durchkämpfen. Doch anders als in Deutschland, wo man die Bestimmungen letztendlich nur durch das Setzen eines einzelnen Häkchens akzeptiert, folgt hier ein Frageblock, der die grundlegenden Aspekte, aber auch versteckte Details abfragt. Erst, wenn man die Fragen alle fehlerfrei beantwortet hat, kann man das Häkchen zum Akzeptieren setzen...und gemeiner Weise ändern sich die Fragen, wenn man zurückblättert, um ein Detail nachzuschlagen und danach zu den Fragen zurückkehrt :-)

Wenn man sich nicht an die Regeln hält, wird der Internetzugang sofort gesperrt, man wird vorgeladen und muss eine Geldstrafe zahlen. Wiedeholt sich die Missachtung der Bestimmungen, wird man für immer von der Uni geschmissen...

Viel härter sind allerdings die Alkoholbestimmungen. Kein Alkohol in der Öffentlichkeit. Kein offensichtliches Betrunkensein in der Öffentlichkeit. Kein Alkohol unter 21 (dies schließt das Halten einer verschlossenen Flasche Bier im Supermarkt mit ein). Kein Schlafen oder Ausnüchtern im Auto, wenn man mehr als 0.8 Promille im Blut hat, und und und...
Außerdem gilt ein absolutes Rauchverbot auf dem kompletten Campus. Der kleinste Verstoß führt schnell zur Inhaftierung und Univerweis.

Auch ein Herr zu Gutenberg hätte es an dieser Uni nicht zu leicht gehabt. Alle einzureichende Hausaufgaben und Arbeiten laufen durch ein spezielles Programm, welches zunächst die Datei auf Übereinstimmungen mit sämtlichen Internetseiten und Literaturwerken überprüft. Anschließend durchläuft das Schriftstück noch eine Datenbank, in der alle seit Existenz der Datenbank eingereichten Arbeiten archiviert werden. Erst, wenn auch hier keine Übereinstimmungen gefunden wurden, gelangt die Arbeit zum Professor. Andernfalls...das selbe Spielchen wie immer, Geldstrafe. Univerweis. Tschüss.


Doch auf der anderen Seite bietet die Universität ein breit gefächertes Angebot an Aktivitäten und Freizeitmöglichkeiten. Irgendwo müssen die Gelder und Studiengebühren, die hier jeder normale Student zahlen muss, ja auch hinfließen. Neben der tollen Wohnanlage genießen alle Studenten freien Eintritt in die Schwimmhallen auf dem Campus, eine riesiges Fitness-Center, eine große Indoor-Sporthalle, Tennisplätze, freier Besuch von Volleyball- und Fußballspielen, ... Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Communities, denen man kostenlos beitreten kann.

Des Weiteren gibt es zwei Programme, Safe Walk und Safe Ride, die es einem ermöglichen, nach Einbruch der Dunkelheit sicher nach Hause zu kommen. Denn je nachdem, wo man sich gerade auf dem Campus aufhält, kann man durchaus über eine Stunde unterwegs sein, was alleine in der Dunkelheit nicht ratsam ist. Safe Walk bietet einem zwischen 10 Uhr abends und 3 Uhr morgens Geleitschutz, hierfür genügt ein kleiner Anruf. Safe Ride hingegen bietet die Möglichkeit, sich auch von weiter außerhalb kostenlos von einem Yellow Cab abholen zu lassen. Heathl&Safety stehen hier ganz weit oben!