Liebe Familie, Freunde, Kommilitonen, Pultnachbarn, Verwandte, Bekannte und sonstige interessierte Leser!
Auf dieser Seite könnt ihr meinen Auslandsaufenthalt in Oklahoma mitverfolgen.

Samstag, 15. September 2012

Gameday!

Sorry, dass ich so lange nicht von mir hören lassen habe, das Semester ist mittlerweile im vollen Gange und die Hausaufgaben sehr zeitintensiv. Als Entschädigung gibt es neben Fotos auch einmal ein paar Videos!

Vor einer Woche, am Samstag, dem 8. September, hatte ich mein erstes Football-Erlebnis. Meine Gasteltern haben uns Tickets für das erste Spiel in Norman - Oklahoma Sooners vs. Florida A&M - gekauft und mit uns den Tag verbracht. Als Vorbereitung sollten wir uns auf youtube ein Video ansehen: "How to understand American Football".

Wenn man erst einmal die wichtigsten Regeln kennt, bekommt das Spiel gleich viel mehr Tiefe :-)
Da das Footballspiel in Norman stattfand, war der ganze Tag ein großes Straßenfest. Gameday ist etwas ganz Besonderes, ein Ausnahmezustand. Dieser Ausnahmezustand wirkt sich bis auf die Gesetzgebung aus. Denn an einem Gameday darf in der Öffentlichkeit Bier getrunken werden (betrunken sein ist allerdings weiterhin veine Gesetzeswidrigkeit ebenso wie das Trinken alkoholischer Getränke auf dem Campus)!
Außerdem darf in den Vorgärten geparkt werden, was sonst ebenfalls untersagt ist.

Bereit für das Spiel!
Um 14:30 Uhr holte uns Gan in unserem Apartments ab und wir fuhren gemeinsam zum Campus Corner, um dort die Atmosphäre zu erleben.

Observation Tower der Polizei.


Wichtiger Programmpunkt an einem Gameday ist das Tailgating. Denn Football-Time ist Tailgate-Time! Die Übersetzung für "Tailgate" ist "Heckklappe". In diesem Zusammenhang bedeutet Tailgating soviel wie eine Party auf dem Parkplatz, Barbecue und ein paar Snacks auf der Heckklappe eines Pickups. Die extended version beinhaltet außerdem noch public viewing aktueller Footballspiele auf diversen Flachbildschirmen.




Mit gefüllten Magen zogen wir um 16:30 Uhr weiter zum Pregame Concert der OU Band. Super!


Oklahoma, Oklahoma, Oklahoma, Oklahoma! Oklahoma, Oklahoma, Oklahoma, O-K-U!



Und nun noch eine Hörprobe des OU-Chants:


Dann folgten wir der Bandparade in Richtung Footballstadion! Nach einer kurzen Taschenkontrolle betraten wir das Stadion. Amazing! Als 15-größtes Footballstadion der USA fasst das Gaylord Family Oklahoma Memorial Stadion ca. 85,700 Zuschauer.

 
Blick vom Stadion Richtung Norden.
Fernseh-Live-Reportage
 
 
 
Eröffnung!
OU Band während des Spiels.
yep, that's me!
Come on, Sooners!
Minimitschnitt der Eröffnungszeremonie:




Halbzeit: erneuter Auftritt der OU Band!




Touchdown! Raketen, Kanonenschuss, Cheerleaders, Boomer und Sooner (die zwei Ponys) und anschließender Kick-Off: oooooooooooooooooooooooooooooooo-uuh!




Spielendstand war 69-13, ein klarer Sieg für die Sooners! :-)

Montag, 3. September 2012

Wichita Mountains Wildlife Refuge

Heute, am Labor Day, habe ich einen wunderschönen Tag im Wildlife Mountains Refuge verbracht. Es war ein absolut grandioser Ausflug!

Das etwa 88 Meilen südwestlich von Norman gelegene Refugium wurde 1901 eröffnet, bietet einen Lebensraum für Bisons, Langhörner, Präriehunde sowie viele weitere, rar gewordene Tierarten und beeindruckt durch die wilde, naturbelassene Prärie. 

Um 9 Uhr brachen wir in Norman auf. Als erstes ging es auf den etwa 750m hohen Mount Scott. Aufgrund der guten Wetterverhältnisse hatte man von hier aus eine fabelhaft weite Sicht über die Landschaft. 





















Nach dieser äußerst eindrucksvollen Aussicht ging es weiter zum Mittages-"Snack". Auf dem Weg zu "Meers" hatten wir das ungeheure Glück, ein Langhorn sowie ein Bison aus unmittelbarer Nähe zu sehen. Als erstes erblickten wir aus dem Auto das Bison. Dieses hatte offensichtlich eine Abneigung dagegen, fotografiert zu werden, und drehte uns, sobald das Auto zum Stehen kam, sein Hinterteil zu!



Das Langhorn hingegen, welches uns 5 Minuten später am Straßenrand begegnete, ließ sich von uns überhaupt nicht aus der Ruhe bringen. Hier waren wir es, die als erste klein bei gaben, als sich die riesigen Hörner Richtung Auto drehten!




Nach diesem Erlebnis war der Hunger groß. In "Meers" habe ich den wohl besten Burger meines Lebens gegessen! Und dazu ein leckeres Bier aus einem mit Eis beschlagenem Humpen!














Frisch gestärkt ging es, bevor wir das Visitor Center besuchten, wieder hinaus in den wilden Westen. Hier konnte man sich vor lauter Bisons kaum satt sehen!






Im Kampf um die Aufmerksamkeit machten ihnen die Präriehunde allerdings große Konkurrenz!


















Doch auch die Prärie selbst wirkte sehr beeindruckend.






Zuletzt machten wir noch einen kurzen Stop in Medicine Park, einem winzigen Städtchen im Speckgürtel Lawtons (2010 zählte die Ortschaft ganze 382 Einwohner!). Es zählt zu den ersten Kurorten Oklahomas. Spirit liegt in dem Glauben an die heilende Kräfte des Wassers des Medicine Creeks in Verbindung mit den runden Pflastersteinen.


















Vielen Dank an Nancy und Gan für diesen fantastischen Ausflug!